Ich erinnere mich nicht mehr genau wann alles begann, aber für mich ist dieser eine Moment noch sehr gut in meinem Gedächtnis geblieben. Damals konnte ich meine eigene, schluchzende Stimme vernehmen, welche die Worte sprach: “Warum kann es nicht einfach alles aufhören?” Aber es klang fremd, obwohl ich es selbst ausgesprochen hatte.
Auch, wenn die Frage nach dem Warum selten eine Antwort bekommt, stellte ich sie. Ich war verzweifelt – und fühlte mich allein. Mein Zwillingsbruder lag vor mir auf dem Boden, sein Hals war aufgerissen und es quoll noch immer etwas Blut daraus hervor. Eben noch hatten wir uns gestritten und nun hatte ich ein schlechtes Gewissen – als hätte ich ihn selbst getötet. Ich hatte ihn allein gelassen, hatte ihm den Tod gewünscht…





