16. Nov 2011

Sein Blick gleitet über die Leichen vor dem chinesischen Palast. Ihr Blut klebt überall an ihm, es riecht nach Magie. Erst jetzt, wo er wieder darüber nachdenkt kommt sein Verfolger hinter dem Versteck hervor. Langsam wendet er sich diesem zu und blickt in dessen entsetztes Gesicht. Die zwei sprechen altes japanisch miteinander.

“Bruder! Warum hast du das getan?!”, sein Verfolger kommt näher. Er ist unbewaffnet und scheint außer Atem zu sein. Der Mond beleuchtet hell sein Antlitz. Nur schwer kann er dem Drang wiederstehen seine Aufregung mittels des Fluches noch zu verstärken, also blickt er ihn einfach an.

Veröffentlicht durch Nadine J. Posny

07. Nov 2011

Blut an meinen Händen…. Cho!

Ich öffne die Augen wieder und versuche mich auf das Training zu konzentrieren. Der Angriff auf Cho war schlimm gewesen, nicht wegen dem Endergebnis – Ronja hatte gute Arbeit geleistet und Cho hatte jemanden, der auf sie aufpasste – sondern wegen der Banalität. Irgendein wildfremder Mann war ausgetickt und hatte sie angegriffen – und genau diese Situation wiederholte sich in letzter Zeit ständig in der Stadt. Nicht, dass Gewalt in Berlin etwas neues wäre – aber richtige Raserei unter Menschen? Das war wirklich übel. Cho hatte Glück, dass wir da waren, aber andere Leute würden keinen Werbären bei sich haben, der das schlimmste einfach wegheilt…

Veröffentlicht durch Nadine J. Posny

05. Okt 2011

Stimmung

Inoue blickte in den Trainingsraum. Nur eine Person war darin und wirbelte mit dem Shinai durch die Luft. Die Bewegungen wurden immer schneller. Am Anfang noch kraftsammelnd und beherrscht veränderte sich die gesamte Bewegung zu einer Triade des kalten Hasses. Angriffsschläge und schützende Verwirbelungen kombinierten sich zu einem flirren in der Luft. Das war nicht der erste Anlauf, die anderen Trainingsgeräte lagen verstreut im Raum herum. Viele davon waren ihm einfach aus den Händen gerutscht oder von seinem Körper abgeprallt, als er sich durch einen Fehler selbst getroffen hatte. Der Schweiß ließ seine Haut glänzen und man konnte selbst unter dem indigofarbenem Trainingsanzug deutlich sehen, dass er mittlerweile am Ende seiner Lungenkapazität war.

Veröffentlicht durch Nadine J. Posny

23. Sep 2011

Stimmung

Ich lehnte am Wagen und betrachtete den Wald um mich herum. Die Hände locker in den Hosentaschen und der Atem ruhig, aber mein Herz raste. Ich verbot mir selbst, zurück zum Haus zu schauen. Es war ohnehin zu weit entfernt, um noch etwas sehen zu können…

Veröffentlicht durch Nadine J. Posny

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