Beiträge in ‘[WoD] Oakwood Werwolf’

08. Okt 2010

Die Umgebung um Jill verschwamm, als sie sich selbst in die Meditationstrance versetzte. Der seltsame Farbton des Penumbras wurde zu einem grellen Filter, welcher erst unangenehm in den Augen stach und dann langsam zu einem warmen Licht wurde. Völlig losgelöst von den Lasten der Welt schwebte Jill durch die selbsterschaffene Traumwelt, in welche sie sich zurückziehen konnte, um Energie für Geist und Körper zu tanken. Für gewöhnlich spielte sie hier liebliche Klänge auf ihrer Gitarre oder genoss die innere Stille, die sie sich selbst erschuf.

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29. Sep 2010

Jill verkrampfte ihre Hände in dem Lenkrad des Geländewagens, der einmal zur Ausstattung der Jäger gehörte, sodass ihre Knochen weiß unter der Haut hervortraten. Ihr Blick war starr nach vorne gerichtet während sie fuhr, aber er ging durch die Person hindurch, die vor ihr auf der Harley saß. Sie war frustriert, verärgert und überfordert. Dennoch war dies der erste stille Moment seit langem, räumlich getrennt von den Rudelkameraden, die jeder in einem eigenen Gefährt die Straße entlangbretterten. Hier drin war sie allein mit ihren eigenen Anforderungen und dem Selbstdruck, den sie sich machte – und David.

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13. Sep 2010

Bei der Jagd auf die Jäger wurden wir selbst zu Gejagten. Unser Plan, die beiden Posten aus einem Hinterhalt anzugreifen wurde mit einem krachenden Schuß vereitelt. Unsere Feinde waren mit Silberschrot ausgestattet, und obwohl unser Alpha dem ersten sogleich die Silberrüstung herunterriss, ging er als erster zu Boden. So uneins wir oft sind, so selbstverständlich funktionieren unsere Kämpfe. Während der Theurg sich sofort um den beinahe getöteten Alpha kümmerte, erschlug unser Ragabasch den ersten Feind beinahe. Er überließ mir den Rest, um sich den zweiten Feind oben auf dem Dach vorzunehmen. Während ich sinnlos versuchte mit dem Feind zu reden, vernichtete unser Metis den Jäger auf dem Dach. Die beiden Schattenwandler unseres Rudels leisteten dort oben gute Arbeit. Der Jäger, dem ich die chance gab zu reden, tötete sich selbst mit einem Gift, welches sich wohl in seinem Silberkreuz befand. Sie wollen nicht wahrhaben, dass wir nicht nur Monster sind, geben uns nichtmal die Chance unsere menschliche Seite zu zeigen. Ich war am Boden zerstört über diese Erkenntnis, doch uns blieb nur die Flucht vor den Gesetzeshütern, bevor jemand den Schleier verletzte. Der Sack Maden tat sein übriges, um die Leichen zu verzehren.

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25. Mai 2010

Atemlos, gehetzt. Meine Füße tragen mich durch die Nacht, hohes Gras peitscht gegen meine Beine, welche wund davon werden. Wie schwarze Stacheln ist mir das Gras im Weg, doch ich muss hindurch – ich höre das geifern und schnaufen einer gierigen Kreatur hinter mir. Etwas, dass mich töten wird, wenn es mich hat – oder schlimmeres. Mein Herz rast, pumpt Adrenalin. Atmen schmerzt, meine Kehle ist trocken.

Dann passiert es, ich stürze. Ein Erdloch im Boden, mein Knöchel gibt nach. Ich strecke die Arme hastig aus, um mich am Boden abzustützen.

Doch da ist kein Boden.

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© 1998-2012 Nadine Posny