Beiträge mit Schlagwort: ‘Tamara Rodríguez’

22. Mrz 2010

Stimmung

“Steig ein!”, rief Tamara nach hinten, während sie sich langsam rückwärts ebenso zu ihrem Wagen begab. Stefan riss die Tür auf und half Claudia mit dem Kind in das Auto. Drei Schüsse waren zu hören, drei Körper fielen zu Boden. Stefan blickte kurz wieder zu Tamara, während er die hintere Tür schloss und nach dem Türgriff der Vordertür tastete. Tamara riss den Arm herum und schoss abermals, wieder direkt zwischen die Augen. Der vierte Ghul machte Bekanntschaft mit dem Asphalt.

Veröffentlicht durch Thazyria

20. Mrz 2010

Stimmung
Mein Körper kullerte die Treppen herunter und schlug unten auf. Die Aufschläge spürte ich nicht, denn der Pflock lähmte mich und schaltete das Schmerzzentrum aus. Die Dunkelheit hinter meinen Augen verdichtete sich und ich spürte wie das Tier mich zu sich zog. Es erschuf eine Ebene. Eine Ebene aus kaltem Schwarzen Stein unter einem blutroten Mond. Er stand ihm gegenüber. Es selbst hatte eine andere Gestalt angenommen. Die Krähengestalt war verschwunden, diesmal stellte es ihn selbst dar. Es hatte eine perfekte Kopie seiner selbst geschaffen, nur dass es einen vollkommen schwarzen Körper besaß und die Augen rot glimmten.

Veröffentlicht durch Roland R. Posny

10. Mrz 2010

Tamara drückte nochmal auf die Hupe, doch es tat sich nichts. Sie reckte den Kopf aus dem Wagenfenster, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die ganze Kreuzung war dicht, die Ampeln waren ausgefallen und es herrschte Chaos.

“¡puta  madre!”, fluchte sie und stieg aus. Sie orientierte sich kurz und führte ihre Reise zu Fuß fort. Im Vorbeigehen nahm sie ein paar Wortfetzen der Leute auf, die ebenso verzweifelt nicht mehr vor und zurück kamen. Das, was sie selbst schon zu Hause bemerkt hatte, schien überall zu  sein: Der Strom war aus. Die Telefone gingen nicht mehr, Handys hatten kein Netz und das schon seit vielen Stunden. Die Kommunikation war völlig lahmgelegt, weshalb auch niemand so genau wusste was eigentlich passiert ist und was am wichtigsten war: Wie lange das so bleiben würde.

Veröffentlicht durch Thazyria

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© 1998-2012 Nadine Posny